Juristische Expertise ist ein hohes Gut, klar. Doch sobald sie ungefiltert in der Öffentlichkeitsarbeit landet, wird sie schnell zur Hürde. Für Anwaltskanzleien oder Insolvenzberatungen ist das daher oft die größte Aufgabe: komplexe Sachverhalte verständlich vermitteln, ohne an Seriosität zu verlieren. Genau hier entscheidet sich, ob deine PR wirkt oder verpufft.
Gute Juristinnen und Juristen sind nicht automatisch auch PR-Profis. Sie sind darauf trainiert, ultrapräzise, vollumfänglich und rechtssicher zu formulieren. Diese Kompetenz ist im Mandat unverzichtbar. In der Öffentlichkeitsarbeit und im allgemeinen Sprachgebrauch gelten jedoch andere Regeln. Hier treffen juristische Inhalte auf Menschen, die Orientierung suchen – etwa mittelständische Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer in der Krise.
Sechs Don’ts, die die Kanzlei-PR ausbremsen
Je komplexer Sprache und Struktur, desto schneller verlieren fachfremde Leserinnen und Leser Aufmerksamkeit, Interesse und Vertrauen. Fachlich korrekt zu formulieren, ist deshalb nur die Basis für PR-Texte. Erst Verständlichkeit und Überzeugung entscheiden darüber, ob Inhalte bei der Zielgruppe ankommen und Wirkung entfalten.
Diese sechs Dinge sollten Kanzleien vermeiden:
1) Fachjargon ohne Übersetzung
Juristische Begriffe sind präzise, aber meist erklärungsbedürftig. Ohne Einordnung sprechen Texte vor allem Kolleginnen und Kollegen an, nicht aber potenzielle MandantInnen.
2) Paragrafen statt Nutzwert
Rechtsnormen erklären, was gilt. Gute PR erklärt, was das für die Zielgruppe konkret bedeutet; warum es relevant ist. Ohne Hineinversetzen ins Gegenüber bleibt Kommunikation abstrakt.
3) Absolute Vollständigkeit
PR-Texte sind keine Gutachten. Zu viele Details überfordern die EmpfängerInnen und verdecken die Kernbotschaft; besonders online und auf Social Media. Statt allumfassender Formulierungen lieber Möglichkeiten zum Nachfragen anbieten.
4) Zu lange, unstrukturierte Texte
Lange Absätze und fehlende Zwischenüberschriften oder Zeilenumbrüche erschweren das Lesen. Wer keine Orientierung bietet, setzt Aufmerksamkeit und Verständlichkeit aufs Spiel.
5) Umständliche und passive Formulierungen
Viele Passivkonstruktionen und Satzschachteln wirken sachlich, schaffen aber Distanz. Klare, reduzierte, aktive Sprache wirkt zugänglicher und kooperativer.
6) Ignorieren von Zielgruppen und Kanälen
Website, Blog, LinkedIn und Co. folgen unterschiedlichen Regeln. Wer Inhalte mit der Gießkanne und unangepasst verteilt, verschenkt Wirkung.
Was stattdessen überzeugt:
Gute Kanzlei-PR übersetzt juristische Komplexität in verständliche Zusammenhänge. Sie setzt beim Informationsbedarf der Zielgruppe an und beantwortet Fragen: Was heißt das für mich? Worauf sollte ich achten? Wobei helfen mir die Expertinnen und Experten?
Gerade bei Anwalts- und Insolvenzkanzleien schafft verständliche Kommunikation Vertrauen. Praxistipps, allgemeinverständliche Sprache, kurze Einordnungen oder typische Fallbeispiele zeigen Lösungskompetenz. Merke: Verständlichkeit ist kein Verzicht auf Tiefe, sondern Ausdruck von umfassender Professionalität.
Du möchtest juristische Themen so kommunizieren, dass sie verstanden werden und Vertrauen schaffen? Wende dich einfach an unsere Expertin Ilka Stiegler: +49 351 43755 11 oder stiegler@abg-partner.de
Disclaimer: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information. Bei allen rechtlichen Fragen wende dich bitte an deinen Rechtsbeistand.
