Zerbst Pflege Gruppe:

zwei Jahre Krisenkommunikation in der Sanierung

Was passiert, wenn Hunderte Mitarbeitende, Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner sowie ihre Angehörigen wissen wollen, wie es weitergeht? Während der mehr als zweijährigen Sanierung der Zerbst Pflege Gruppe mussten viele Menschen informiert werden – zuverlässig, verständlich und oft auch kurzfristig. Wir begleiteten den Prozess mit Pressearbeit, interner Kommunikation und weiteren Maßnahmen für die Einrichtungen.

Unsere Leistungen im Überblick

Strategische Krisen­kommunikation:

Entwicklung und laufende Abstimmung der Kommunikationsstrategie mit Sanierungsgeschäftsführung und Insolvenzverwalter

Externe Pressestelle:

Überregionale und regionale Pressearbeit, Pressemeldungen, kurzfristige Pressestatements und Bearbeitung von Medienanfragen

Interne Kommunikation:

Zielgruppengerechte Informationsschreiben, FAQs und weitere Kommunikations­maßnahmen für Mitarbeitende, Bewohner und Angehörige

Kommunikations­materialien:

Konzeption, Gestaltung und Umsetzung von Informations- und Vertriebsunterlagen einschließlich Fotoproduktion

Recruiting- und Standort­kommunikation:

Konzeption und Umsetzung von Radiowerbung sowie Kommunikation für einzelne Pflegeeinrichtungen

Was war bei der Zerbst Pflege Gruppe passiert?

Die Alten- und Pflegeheim in Zerbst GmbH betrieb acht Senioren- und Pflegeeinrichtungen sowie Sozialstationen in Sachsen-Anhalt, Sachsen, Berlin und Niedersachsen. Rund 750 Mitarbeitende waren für die Gruppe tätig.

Nach dem Tod des Geschäftsführers und Inhabers im März 2023 war das Unternehmen zeitweise nahezu handlungsunfähig. Ein gerichtliches Sanierungsverfahren wurde eingeleitet und im Frühjahr 2024 eröffnet. Der Pflegebetrieb lief währenddessen weiter. Im Dezember 2025 wurde schließlich eine Fortführungslösung mit der Argentum Gruppe vereinbart. Zum 1. Juli 2026 ging der operative Betrieb schließlich vollständig auf die neu gegründete Zerbst Pflege Group GmbH über. Alle Arbeitsplätze und Einrichtungen konnten dadurch gerettet werden.

Kommunikation in der Sanierung: viele Fragen, unterschiedliche Zielgruppen

Was bedeutet das Verfahren für meinen Arbeitsplatz? Ist die Betreuung weiterhin gesichert? Wie geht es mit den Einrichtungen weiter? Während der Sanierung gab es viele Fragen, auf die Mitarbeitende, Bewohnerinnen und Bewohner sowie Angehörige Antworten brauchten. Gleichzeitig wollten Medien und Öffentlichkeit wissen, wie sich das Unternehmen entwickelt. Wir bereiteten den jeweiligen Stand des Verfahrens für die verschiedenen Zielgruppen auf, ohne Ergebnissen oder Entscheidungen vorzugreifen, die noch offen waren.

Pressearbeit: Über zwei Jahre Ansprechpartner für die Medien

Die Sanierung der Zerbst Pflege Gruppe sorgte immer wieder für mediales Interesse. Vor allem in den Regionen, in denen das Unternehmen Pflegeeinrichtungen betrieb, wollten Journalisten wissen, wie sich das Verfahren entwickelte und was dies für die einzelnen Standorte bedeutete. Als externe Pressestelle begleiteten wir den gesamten Prozess. Wir informierten mit übergreifenden Pressemeldungen über wichtige Entwicklungen, beantworteten Medienanfragen und bereiteten Pressestatements vor. Dabei war häufig schnelles Handeln gefragt: Auch kurzfristige Anfragen mussten beantwortet und Aussagen eng mit der Sanierungsgeschäftsführung und dem Insolvenzverwalter abgestimmt werden.

Besonders wichtig war, auch in Phasen ohne abschließende Entscheidungen verlässlich zu informieren und Entwicklungen einzuordnen, ohne dem Verfahren vorzugreifen. So begleiteten wir die öffentliche Kommunikation von der Eröffnung des Sanierungsverfahrens über die Investorensuche bis zur erfolgreichen Übergabe der Einrichtungen.

Mitarbeitende, Bewohner und Angehörige informieren

Neben der Pressearbeit war die direkte Kommunikation mit den Betroffenen ein wichtiger Teil unserer Arbeit. Wir unterstützten die Sanierungsgeschäftsführung und den Insolvenzverwalter mit Anschreiben, Informationen und FAQs für Mitarbeitende, Bewohnerinnen und Bewohner sowie deren Angehörige. Dabei ging es vor allem darum, Veränderungen nachvollziehbar zu erklären und die Fragen der jeweiligen Zielgruppe aufzugreifen. Auch wenn noch nicht alles feststand, sollte klar sein, was bereits entschieden war und wie es weiterging.

Kommunikation für den laufenden Pflegebetrieb

Neben der Sanierungskommunikation unterstützten wir einzelne Einrichtungen auch bei der Gewinnung neuer Mitarbeitender und Bewohner. Für das Haus Sonne konzipierten und gestalteten wir beispielsweise Informationsmaterialien, die das Angebot der Einrichtung vorstellten und für gezielte Mailingaktionen eingesetzt wurden. Hinzu kamen Radiowerbung für die Personalsuche und die Bewerbung eines Tags der offenen Tür. Auch diese Maßnahmen waren wichtig, um die Einrichtungen während der Sanierung am Markt zu positionieren und ihre weitere Entwicklung zu unterstützen.

Mehr als zwei Jahre an der Seite der Sanierungsverantwortlichen

Insolvenzverwalter Christian Otto von der Kanzlei hww und Sanierungsgeschäftsführer Simon Leopold von ABG Consulting-Partner verantworteten die operative Sanierung und den Investorenprozess. Wir entwickelten die Kommunikation dazu in enger Abstimmung mit den Beteiligten und begleiteten die einzelnen Schritte über mehr als zwei Jahre, bis alle Einrichtungen und Arbeitsplätze gerettet werden konnten. Ob Presseanfrage, interne Information oder öffentliche Meldung: Die Aussagen mussten dabei zum Stand des Verfahrens passen und für die jeweiligen Zielgruppen verständlich sein.

Du suchst Unterstützung für die Kommunikation in einer Sanierung oder einer anderen schwierigen Unternehmensphase? Sprich mit Ilka Stiegler: stiegler@abg-partner.de oder +49 351 43755 11.