Sieben Fragen an Kommunikationsprofis

Mit: Björn Fröbe von profi.com

Wir bieten Marketingprofis, die etwas zu erzählen haben, unseren Blog gern als Plattform. Diesmal antwortete Björn Fröbe, Marketing Manager bei der profi.com AG business solutions, auf unsere sieben Fragen. Im Interview erfahren Sie, weshalb seine „Abteilung Flyer & Visitenkarten“ eben doch viel mehr ist, als ein reiner Erfüllungsgehilfe des Vertriebs, wie wertvoll Kooperation sein kann und wie man das, was „zwischen den Ohren sitzt“, am besten anspricht.

1. Beschreiben Sie Ihre Tätigkeit bitte in drei Sätzen.

Fragen Sie am besten mal meine KollegInnen, da hat sich der ironische Begriff der „Abteilung Flyer & Visitenkarten“ etabliert. Das ist jedoch nett gemeint, denn sie wissen und merken schon, dass wir mehr als bunte Bildchen und pfiffige Slogans produzieren. Gemeinsam mit meinem Kollegen Till Müller bin ich für das 360-Grad-Marketing eines IT-Dienstleistungsunternehmens im B2B-Kontext verantwortlich – von Öffentlichkeitsarbeit, Vertriebsunterstützung, Onlinekommunikation, Planung und Betreuung von Events bis zu hauseigenen Videoproduktionen. Das ist vielfältig, herausfordernd und hochspannend.

2. Wann macht Ihnen die Arbeit den meisten Spaß?

Komplexe Herausforderungen spornen mich an. Wenn die Mischung zwischen strategischen und operativen Anforderungen im Gleichgewicht ist, bin ich am produktivsten. Themen mit KollegInnen gemeinsam zu entwickeln und zu sehen, dass sie die erwünschte Wirkung erzielen, bereitet mir Freude und schafft innere Zufriedenheit.

3. Kaffee oder Kicker: Was sorgt für den täglichen Motivations-Schub?
Definitiv Kaffee und der tägliche Weg mit dem Fahrrad ins Büro, außer bei Gegenwind 😉 Und natürlich: gut gelaunte KollegInnen. Bei mir entsteht zusätzliche Motivation, wenn Marketing nicht als reiner Erfüllungsgehilfe, sondern als integraler Bestandteil der Unternehmensentwicklung gesehen wird. Es geht dabei weniger darum, überall mitzumischen, sondern frühzeitig in die unternehmerischen Visionen und Ziele eingebunden zu sein und daraus Ableitungen für die tägliche Arbeit mitzunehmen. In diesem Punkt sind wir gut aufgestellt.

4. Mit welcher Strategie gehen Sie an neue Herausforderungen?
Kooperative Zusammenarbeit ist enorm wichtig, denn keiner hat die alleinige Wahrheit gepachtet. Vorab gilt es, ein Zielbild der verschiedenen Stakeholder abzustecken: Wer erwartet was? Wie sind wir positioniert? Was machen andere? Danach geht es meist in die Ideenfindung. Inspiration hole ich mir da auch abseits der arbeitsmäßigen Routine, indem ich schaue, was mich und meine KollegInnen privat anspricht und neugierig macht. Dann erstmal sacken lassen und gemeinsam diskutieren. Dabei kommen immer noch neue Aspekte hinzu, die das Ergebnis verfeinern und verbessern.

5. Wofür holen Sie externe Partner an Bord?
Wir greifen immer dann auf externe Partner zurück, wenn die Spezialisten schneller und besser ihre Kompetenzen ausspielen können. Insbesondere bei größeren grafischen Umsetzungen und für die Web-Programmierung nutzen wir deren Knowhow. Uns ist dabei eine vertrauensvolle Zusammenarbeit auf Augenhöhe wichtig und der Partner muss zu uns und unserer Philosophie passen. Gute Erfahrungen habe ich mit der „freien Recherche“ nach lokalen Anbietern gemacht. Meist entspinnt sich schon im ersten Telefonat ein fruchtbarer Dialog – oder eben auch nicht. Das merkt man ziemlich schnell. Zudem ist mir eine unverstellte Außensicht wichtig, damit man nicht immer im eigenen Saft schmort und betriebsblind durch die Welt rennt.

6. Auf welches Projekt sind Sie heute besonders stolz?
Es ist weniger ein Projekt, als vielmehr die Neuausrichtung unserer Corporate Communication. Wir setzen dabei voll auf die Menschen, die mit uns arbeiten. Da wir kein physisches Produkt haben, was man fühlen, riechen oder schmecken kann, bleibt uns nur das, was „zwischen den Ohren“ sitzt. Daher war es folgerichtig, die Mitarbeitenden in den Mittelpunkt zu stellen. Jede und jeder profi.com’ler hat neben dem anspruchsvollen Job ein Privatleben und kann spannende Geschichten erzählen, sei es als aktiver Triathlet, Brettspiel-Fan oder Oldtimer-Liebhaber. Diese Symbiose erzeugt Interesse, Aufmerksamkeit und im besten Fall auch Reibung. Und man hat im Kontakt zu Kunden oder Bewerbern immer einen Anknüpfungspunkt und etwas zu erzählen – da geht aber noch mehr, gemäß dem Grundsatz: „Menschen ziehen Menschen an.“

7. Aus welchem Fehler haben Sie besonders viel gelernt?
Fehler unterlaufen auch mir, das ist nur allzu menschlich. Die Frage ist, wie man damit umgeht und was man daraus lernt. Ein sehr schmerzhaftes Learning: Nutze niemals, wirklich niemals, urheberrechtlich geschützte Inhalte. Was so selbstverständlich wie simpel klingt, wird teuer und peinlich, wenn der Rechteinhaber über eine Kanzlei auf einen zukommt und die gebührenpflichtige Nachlizensierung plus Anwaltskosten verlangt. So etwas mache ich hoffentlich nur einmal mit.

Vielen Dank für die spannenden Insights!

Mehr, als nur Interviews lesen

Sie haben als Marketingprofi selbst viel zu erzählen? Dann haben wir genau das richtige Ventil für Sie: Antworten Sie doch einfach mal auf unsere sieben Fragen! Weitere Infos dazu hält Ihre Ansprechpartnerin Ilka Stiegler bereit: stiegler@abg-partner.de oder: +49 351 43755 11

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