Sieben Fragen zur Kommunikation

Sieben Fragen zur Kommunikation mit einer Frau mir Brille

Diesmal mit Annegret Riemer vom Sonnenstrahl e. V. Dresden

Die Bereiche Marketing und Kommunikation gelten im Allgemeinen ja eher als leichte Kost und als etwas oberflächlich. Dabei setzen sich viele Profis auch hier mit ernsten Themen auseinander. So auch Annegret Riemer vom Sonnenstrahl e. V. Dresden – Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche. Im Interview gibt sie einen Einblick in ihre vielfältigen Aufgaben und wie sie diese angeht. Und sie erklärt, wie wichtig ein harmonierendes Team, der richtige Zuckerspiegel und der erhobene Daumen der Geschäftsführung für die Motivation sein können.

1. Beschreiben Sie Ihre Tätigkeit bitte in drei Sätzen.

Ich bin für Kommunikation und Marketing zuständig. Das schließt das Entwerfen von Texten für Webseite und Social Media, das Gestalten unserer Zeitschrift und die Design-Arbeit für Give-aways, Aufkleber, Grußkarten et cetera ein. Da unser Verein ein sehr breites Aufgabenspektrum besitzt, muss jeder von uns mehrere Aufgabenbereiche übernehmen. Ich bin also zusätzlich für die Mitgliederverwaltung, das Thema Datenschutz und alles, was mit Münzgeld zu tun hat, zuständig. Letzteres klingt sicher komisch, aber durch unsere Spendenhäuser fällt da tatsächlich eine Menge an.

2. Wann macht Ihnen die Arbeit den meisten Spaß?

Wenn der Zuckerspiegel stimmt! Und wenn die Kollegen gut gelaunt sind. (Sind sie fast immer.) Ich finde, ein gutes Arbeitsumfeld und ein harmonierendes Team sind wichtig. Dann geht man morgens gern auf Arbeit und kann sich auch zu Aufgaben aufraffen, die vielleicht nicht ganz so prickelnd sind. In Bezug auf meinen Aufgabenbereich machen mir die gestalterischen Aufgaben natürlich am meisten Spaß. Manchmal ist es ein harter Weg, aber wenn ich das Ergebnis vor mir habe, damit zufrieden bin und auch noch Geschäftsführung und Vorstand die Daumen heben, gibt mir das ein gutes Gefühl.

3. Kaffee oder Kicker: Was sorgt für den täglichen Motivations-Schub?

Den täglichen Motivationsschub muss ich mir selbst geben. Auf Koffein ist bei mir leider kein Verlass. Wobei – Schokolade funktioniert ganz gut. 😉

4. Mit welcher Strategie gehen Sie an neue Herausforderungen?

Herausforderungen stellen sich uns oft als gesamtem Team und wir besprechen sie normalerweise auch im Team. Einmal wöchentlich sitzen wir zusammen und gehen sämtliche Aufgabenbereiche unserer Geschäftsstelle und unseres psychosozialen Bereichs durch. Das schließt auch die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit inklusive Social-Media-Aktivitäten, Webseitenpflege und gedruckte Publikationen ein. Dabei sprechen wir über Aufgaben, die zu erledigen sind, und diskutieren über Vorgehensweisen. Sich mit anderen auszutauschen, hilft beim Denken. Man wird auf neue Ideen gebracht oder wird auf Dinge hingewiesen, die es zu berücksichtigen gilt, an die man aber selbst noch gar nicht dachte. Stehe ich mal als Einzelkämpfer vor einer Aufgabe, die ich so noch nie bewältigen musste, mache ich dasselbe: Ich rede mit meinen Kolleginnen. So bekomme ich Input. Und wenn mir mal wirklich keiner helfen kann, was bei gestalterischen Dingen manchmal der Fall ist, dann probiere ich so lange, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden bin. Es hat keinen Sinn, dort mit analytischer Denkweise heranzugehen.

5. Wofür holen Sie externe Partner an Bord?

Dafür, dass wir ein recht kleines Team sind, haben wir extrem viel Expertise an Bord. Bei einigen Sachen müssten wir aber wesentlich mehr Zeit investieren als ein routinierter Profi. Das trifft beispielsweise auf die Produktion von guten Image-Videos zu. Auch bei Veranstaltungen – sowohl für unsere Familien als auch Spendenveranstaltungen – können wir nicht alles allein stemmen. Das Gute ist, dass wir als gemeinnütziger Verein mit vielen großzügigen und wohlwollenden Partnern vernetzt sind, die uns dabei unter die Arme greifen.

6. Auf welches Projekt sind Sie heute besonders stolz?

Das Wort „Projekt“ ist für meine Arbeit nicht ganz so passend. Aber ich freue mich über jede Gruß- und Weihnachtskarte, Zeitschriftenausgabe und jeden Webseitentext, der mir gut gelungen ist. Mit „gelungen“ meine ich, dass er mir auch nach langer Zeit noch gefällt. Erst mit Abstand erkennt man meist, ob man seine Arbeit gut gemacht hat oder nicht.

7. Aus welchem Fehler haben Sie besonders viel gelernt?

An einen großen und folgenschweren Fehler kann ich mich nicht erinnern. Aber es passieren immer mal kleinere. Und meist weiß man auch sofort, woran es lag und wie man es hätte anders machen können. Das nimmt man dann einfach fürs nächste Mal mit.

Vielen Dank für Ihre Antworten!

Wollen Sie selbst Teil unserer Interview-Reihe werden?

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