Was kann PR in Zeiten von Corona leisten?

Wie sollte PR in Zeiten von Corona aussehen?

Egal, wo man hinhört – das Coronavirus ist derzeit Gesprächsthema Nummer eins. Kein Wunder, seine rasante Ausbreitung stellt neben der gesundheitlichen Gefährdung vor allem auch eine Herausforderung für die Wirtschaft und das öffentliche Leben dar. Viele Geschäfte, Behörden und andere Einrichtungen sowie große Büroanlagen müssen schließen, um die Ansteckungsgefahr einzudämmen. Der Fokus liegt derzeit klar auf der Versorgung mit unverzichtbaren Gütern und Leistungen wie der Gesundheitsfürsorge.

Wer nutzt PR in Zeiten von Corona?

Es gibt jedoch auch andere Dienstleistungen und Produkte, die insbesondere in schwierigen Zeiten nützlich sind. Für manche Unternehmen ist das die Chance, zum Wohl der Gesellschaft beizutragen und zugleich ihr Angebot bei einer größeren Zielgruppe bekannt zu machen. Eine zentrale Frage für die Unternehmenskommunikation ist dabei: Inwieweit ist es moralisch vertretbar, ein Ereignis wie die Corona-Krise für die eigene PR-Arbeit zu nutzen?

Mit PR auch in der Corona-Krise präsent sein?

Ob lange bestehendes Unternehmen oder Start-up – die Kommunikation sollte in Krisenfällen keinesfalls zurückgefahren oder eingestellt werden. Ganz im Gegenteil: Nur ein stringenter und beständiger Austausch ermöglicht es, auch weiterhin nahe an Mitarbeitern, Kunden und Partnern zu bleiben. Hierzu eignen sich Kanäle wie Social Media, Newsletter, Pressearbeit und die eigene Homepage. Doch schwierige Zeiten beeinflussen die Wahrnehmung der Menschen grundlegend. Deshalb muss besonders jetzt auf angemessene Inhalte und eine sensible Sprache geachtet werden.

PR und Corona – ein schmaler Grat

Verständlicherweise bestimmt die Corona-Krise gerade die privaten und öffentlichen Debatten. Und natürlich bieten sich dadurch viele Gelegenheiten für die eigene Unternehmenskommunikation. Jedoch sollten Betriebe nur wohlüberlegt und mit Fingerspitzengefühl auf diese Art der Aufmerksamkeitsgewinnung setzten. Denn es ist ein schmaler Grat zwischen einem ernst gemeinten Beitrag zum Gemeinwohl und dem Ausnutzen der aktuellen Situation. Schnell kann reißerische oder unangebrachte Kommunikation den Ruf eines Unternehmens schädigen und seine wirtschaftliche Situation langfristig verschlechtern. 

Corona-PR: Angemessen kommunizieren

In einer ohnehin schon aufgeheizten und verängstigten Stimmung haben selbst kleine Fehler oft eine große Wirkung. Daher ist es nur dann sinnvoll, die Öffentlichkeitsarbeit auf die derzeitige Ausnahmesituation auszurichten, wenn das eigene Angebot mit der Corona-Krise in Beziehung steht. Oder: Wenn angesichts der momentanen Lage unternehmerische Entscheidungen getroffen werden müssen, die für die Menschen deutliche Auswirkungen haben. Konstruierte oder sehr bemühte Bezüge wirken meist zusammenhangslos und unprofessionell – sie rücken das Unternehmen in ein schlechtes Licht. Und Vorwürfe, die Not anderer auszunutzen und sich auf deren Kosten bereichern zu wollen, sind sicher das Letzte, was Unternehmen in einer ohnehin schon angespannten Lage gebrauchen können.

PR zu Corona: Relevant sein und die Grenzen kennen

Auch bereits geplante Kampagnen sollten auf Aktualität, Relevanz und sensible Inhalte geprüft werden. Im Zweifelsfall müssen sie angepasst werden. Verständlicherweise ist dies mit wirtschaftlichen Überlegungen verbunden. Eine Kampagne aber unverändert durchzupeitschen, nur weil sie nun einmal fertig ist, lohnt in den wenigsten Fällen. Noch schwieriger wird es bei unangemessenen Veröffentlichungen. Hier drohen teils erhebliche Imageschäden und weitere Konsequenzen.

Das darf PR in Zeiten von Corona nicht

  • Reißerische Inhalte verbreiten
  • Mit den Ängsten der Menschen spielen
  • Die Lage verharmlosen, zu Unvorsichtigkeit animieren
  • Kaufdruck erzeugen
  • Schuldzuweisungen verbreiten
  • Gerüchte oder unklare Informationen weitergeben

Wie kommt meine Botschaft richtig an?

Die veröffentlichten Inhalte sind nur die eine Seite der Medaille. Es kommt gerade in der derzeitigen Situation vor allem auch darauf an, wie diese vermittelt werden. Panikmache, ungeprüfte Behauptungen, schwammige Formulierungen oder gar Witze über die Ereignisse sind ganz klar fehl am Platz. Stattdessen sollten sich Unternehmer genau überlegen, ob sie sich in ihren Meldungen auf den aktuellen Anlass beziehen und wie sie das tun.

So kommunizieren Unternehmen derzeit angemessen

  • Sachlich, relevant und an Fakten orientiert
  • Befindlichkeiten und Sorgen berücksichtigen
  • Aufklären, drängende Fragen beantworten
  • Klar, eindeutig und einheitlich sprechen
  • Respekt vor den Betroffenen zeigen
  • Die eigene Reichweite nutzen, um das Gefahrenbewusstsein zu stärken
  • Lösungsmöglichkeiten für aktuelle Probleme aufzeigen
  • Gesprächsmöglichkeiten und Unterstützung anbieten

Auf uns können Sie in Ausnahmesituationen zählen

Ob Unterstützung bei PR-Fragen, in der Krisenkommunikation oder im Marketing – wir sind für Sie da. In schwierigen Zeiten wie diesen und natürlich auch darüber hinaus. Treten Sie mit uns in Kontakt: Ilka Stiegler, 0351 437 55 11 oder stiegler@abg-partner.de

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