Von Jogginghosen und Micky-Fasching – so geht saisonales Marketing

Bildquelle: Canva

Ob Weihnachten, Valentinstag, Halloween, Karneval oder internationaler Jogginghosentag – es gibt das ganze Jahr über zahlreiche Möglichkeiten, sich marketingtechnisch so richtig auszuleben. Fast jeden Tag lässt sich eine Gelegenheit finden und für die eigene Kommunikationsstrategie nutzen. Nicht nur die traditionellen Anlässe und Feiertage, auch von Organisationen oder Verbänden ins Leben gerufene Aktionstage können kleineren oder größeren Marketingaktionen Leben einhauchen. Entscheidend dabei: Das jeweilige Ereignis muss zum Unternehmen und der Zielgruppe passen.

Beispiele gefällig? Ein Dachdeckerbetrieb kann zum Tag des Denkmals zeigen, was das Team in Sachen Restaurierung schon so alles geleistet hat. Bäcker können sich eine schöne Aktion für den Tag des Butterbrotes ausdenken. Auch praktisch: Agenturen nutzen Gelegenheiten wie den Jogginghosentag oder Karneval zugleich für Teambuilding und die Präsentation ansprechender Inhalte. An passenden und witzigen Anlässen mangelt es definitiv nicht!

Weniger ist mehr – auch im saisonalen Marketing

Nicht jeder Aktionstag gibt auch eine sinnvolle Marketingmaßnahme ab. Beim saisonalen Marketing ist Fingerspitzengefühl gefragt: Man muss die Themen und Aktionstage sorgfältig für seine Zielgruppe auswählen und mit gutem Storytelling verbinden. Ebenso wichtig ist ein klares Maßnahmenziel. Neukundengewinnung, Kundenbindung, den Bekanntheitsgrad des Unternehmens erhöhen oder Kunden reaktivieren? Diese Entscheidung hat unter anderem Einfluss auf die Wahl der entsprechenden Kommunikationskanäle.

Die richtigen Kommunikationskanäle für saisonales Marketing

Wurde das Ziel einer saisonalen Marketingmaßnahme definiert, können die Kommunikationskanäle strategisch festgelegt werden. Gerade Weihnachten und Silvester werden von Unternehmen gern zum Anlass für den Versand von Postkarten oder kleinen Präsenten genutzt. Bei Aktionstagen wie beispielsweise Karneval oder dem Jogginghosentag kann die Interaktionsrate durch Live-Schaltungen, Storys, Boomerangs und Postings auf Social-Media-Kanälen in die Höhe getrieben werden. Auch Newsletter-Marketing ist für saisonale Anlässe ein echter „Dauerbrenner“ – man denke nur an den Black Friday.

Strategisches Vorgehen bei saisonalen Marketingideen

Ok, es steht also ein vielversprechendes saisonales Ereignis vor der Tür. Das heißt jedoch noch lange nicht, dass sich auch gleich eine geeignete, zielgruppengerechte Marketingmaßnahme aus dem Ärmel schütteln lässt. Hier sind stattdessen Kreativität, gute Planung und genügend Vorlauf entscheidend. Folgende drei Schritte erleichtern den Weg zu einer gelungenen Kampagne:

Schritt eins: Brainstorming

Der Beginn fast jeder überzeugenden Marketingidee ist das Brainstorming. Dabei ist es besonders wichtig, einen plausiblen Zusammenhang zwischen dem saisonalen Anlass und dem eigenen Unternehmen herzustellen.

Folgende Fragen sollten dabei bedacht werden:

  • Hat der saisonale Anlass eine Bedeutung für meine Zielgruppe? Wenn ja, welche?
  • Mit welchen Fragen und Problemen beschäftigt sich meine Zielgruppe in diesem Zusammenhang?
  • Hat der saisonale Anlass einen positiven oder negativen Einfluss auf meine Zielgruppe?
  • Liegen passende eigene Lösungen oder Produkte vor?
  • Wie können Kunden von meinem Wissen und meinen Erfahrungen im Zusammenhang mit dem saisonalen Anlass profitieren?

Schritt zwei: Realistisch planen

Saisonale Marketingmaßnahmen sollten auf eine realistische Anzahl von Ereignissen begrenzt bleiben. Wie viele das sind, hängt von deren Bedeutung für das Unternehmen, dessen Größe, seinem Marketingbudget sowie den zeitlichen und personellen Kapazitäten ab.

Schritt drei: Strategische Umsetzung und Überprüfung

Die Realisierung der saisonalen Maßnahmen muss mit ausreichend zeitlichem Vorlauf angegangen werden. Die Wahl der Kanäle sollte frühzeitig getroffen und ein Moodboard für die strategische Umsetzung angefertigt werden. Nur so sind die definierten Ziele auch erreichbar. Ebenfalls wichtig: gelaufene Maßnahmen kritisch analysieren! Nur durch ein gezieltes Monitoring lässt sich die Spreu vom Weizen trennen. Welche saisonalen Anlässe sollten in ähnlicher Form wieder bespielt werden? Welche kann sich mein Unternehmen im nächsten Jahr getrost schenken? Die genaue Prüfung liefert Antworten.

Wie sieht saisonales Marketing in der Praxis aus?

Passend zum Blog-Thema haben wir bei ABG Marketing den Faschingsdienstag gleich einmal für saisonales Marketing genutzt. Durch ein lockeres Brainstorming kamen wir schnell auf das Motto „Alles Disney“. Es folgte die strategische Planung. Hier wurden die entsprechenden Social-Media-Kanäle wie Instagram und Facebook ausgewählt. Außerdem wurden die Ressourcen und Aufgaben verteilt. Anschließend ging es auch schon an die Umsetzung: Ein kleines Agenturfrühstück wurde initiiert, Accessoires wurden aufgetrieben, jeder brachte etwas Leckeres mit. Das Mini-Event wurde natürlich entsprechend dokumentiert und fleißig auf den sozialen Kanälen verbreitet. Denn ein lockerer Anlass in Kombination mit gutem Essen fördert nicht nur die Laune der Mitarbeiter – dabei entstehen auch spannende, individuelle Inhalte beispielsweise für Social Media, die Unternehmensseite oder eben einen Blogbeitrag.

Unser Fazit: Machen! Aber richtig.

Saisonale Anlässe im Online-Marketing aufzugreifen, kann sich lohnen. Unternehmen erreichen ihre Zielgruppe dadurch mit Themen, die diese emotional oder rational gerade umtreiben. Außerdem kann ein vom Team witzig aufgegriffener Anlass ein schönes Aushängeschild für die eigene Kreativität und die Arbeitsatmosphäre sein. Es geht also längst nicht nur um Kundenakquise, sondern auch um das Unternehmensbild und den Fachkräftenachwuchs. Die erhoffte Wirkung entfaltet sich meist jedoch nur, wenn die jeweiligen Maßnahmen effektiv ausgewählt, umsichtig geplant, konsequent umgesetzt und geschickt platziert werden.

Sie benötigen Unterstützung bei der strategischen Umsetzung Ihrer saisonalen Marketingmaßnahmen? Wir sprühen vor Ideen und stehen Ihnen gern zur Verfügung: stiegler@abg-partner.de oder 0351 437 55 11.

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