Was kann das LinkedIn-Unternehmensprofil?

Im ersten Teil unseres Beitrags über Karrierenetzwerke haben wir Ihnen allgemeine Informationen zu LinkedIn und XING präsentiert. Hier soll es nun ein wenig spezifischer werden – dieser Beitrag wird sich allein um LinkedIn drehen: Was genau beinhaltet ein Unternehmensprofil auf dieser Plattform? Welche Möglichkeiten eröffnet es?

Der Aufbau eines LinkedIn-Unternehmensprofils

Ein LinkedIn-Profil besteht auch in der Unternehmensvariante aus unterschiedlichen Komponenten. Diese einzelnen Bereiche sind für verschiedene Informationen vorgesehen und sollten dementsprechend genutzt werden – das ist beispielsweise für Suchanfragen relevant. Die Anordnung der einzelnen Informationsbereiche lässt sich dabei je nach Belieben ändern. Ein Unternehmensprofil besteht aus folgenden Basisdaten:

  • Name, Kontaktdaten und Website des Unternehmens
  • Standorte
  • Branche und Spezialgebiete
  • Unternehmenstyp, Gründungsjahr und Mitarbeiteranzahl
  • Slogan mit den wichtigsten Keywords
  • Ausführliche Unternehmensbeschreibung
  • Titelbild und Logo – idealerweise in diesen Größen 

Der LinkedIn-Algorithmus rankt vollständige Profile um einiges besser als lückenhafte. Es ist daher wichtig, darauf zu achten, dass alle nötigen Informationen eingetragen werden und aktuell sind. Um auf internationaler Ebene möglichst viele Profilbesucher erreichen zu können, kann es auch sinnvoll sein, das Profil in den Einstellungen für mehrere Sprachen zu optimieren und mehrsprachig zu bespielen. LinkedIn unterstützt derzeit 20 verschiedene Profilsprachen. Vor allem für global agierende Unternehmen ist Englisch ein Muss, jede weitere Sprache ein Plus.

LinkedIn-Unternehmensprofil – Tipps zur besseren Auffindbarkeit

Manchmal wird bei der Erstellung eines Profils eine nichtssagende URL zum Account vergeben. Diese lässt sich aber beliebig – soweit noch nicht von jemand anderem verwendet – in den Einstellungen anpassen. Man sollte immer auf einfache Links achten, denn sie lassen sich leichter finden, merken und wirken seriöser. Ein weiterer anfänglicher URL-Makel, welcher sich aber ebenfalls beheben lässt, ist die Verlinkung zur eigenen Unternehmenswebsite. Der Link wird dem Besucher nämlich nicht direkt auf der Startseite des LinkedIn-Profils angezeigt. Hier empfiehlt sich deshalb die Nutzung eines Buttons: Nach dessen Erstellung können Besucher direkt über die Schaltfläche „Webseite besuchen“ auf die Homepage des Unternehmens gelangen.

Die Vielseitigkeit eines LinkedIn-Unternehmensprofils

Große Unternehmen haben oftmals auch ein großes Leistungsspektrum. Folglich werden den Followern eines solchen Profils Informationen und Neuigkeiten aus all diesen Bereichen angezeigt, obwohl sie sich vielleicht nur für eine Sache interessieren. Das kann dazu führen, dass einige Nutzer dem Unternehmensaccount bald nicht mehr folgen. Mal ehrlich: Wer sich für Äpfel interessiert, will nicht den ganzen Tag Birnen oder Pflaumen gezeigt bekommen. Um konkret nur über bestimmte Unternehmensbereiche zu informieren, gibt es bei LinkedIn die Möglichkeit, bis zu zehn Fokusseiten zu erstellen. Diese helfen dabei, eine Bindung zu unterschiedlichen Interessengruppen aufzubauen und diese zu stärken. Eine Fokusseite hat dabei nur geringfügig weniger Funktionen als das übergeordnete Unternehmensprofil. Und diese Features sollten auch hier entsprechend genutzt werden. Daraus resultiert oft allerdings ein erheblicher Mehraufwand. Kosten und Nutzen einer Fokusseite sollten daher im Vorhinein gründlich abgewogen werden.

LinkedIn-Unternehmensprofile – wie wird vernetzt?

Ist das Unternehmensprofil in seinen Grundzügen eingerichtet, geht es an die eigentliche Aufgabe: die Vernetzung. Zuerst sollten sich die auf LinkedIn vertretenen Mitarbeiter mit der Unternehmensseite verknüpfen und sie in ihrem eigenen Profil als Arbeitgeber vermerken. Außerdem kann man nach bereits bestehenden Partnern und Kunden suchen und sich mit diesen verbinden. Kontakte lassen sich sogar über ein E-Mail-Konto importieren. Um neue Verbindungen herzustellen, eignen sich branchenspezifische Gruppen, in denen über bestimmte Themen diskutiert wird. Dabei sollte es allerdings vorrangig um Meinungsaustausch und gegenseitige Unterstützung gehen und nicht um Werbung für die eigene Firma. Im besten Fall erlangt das Unternehmen dadurch eine Art Expertenstatus innerhalb der Gruppe. Wichtige Gruppen können auch auf dem Unternehmensprofil für Besucher sichtbar gemacht werden.

Verfassen, teilen, liken – auch mit LinkedIn-Unternehmensprofilen möglich

Im Mittelpunkt eines Unternehmensauftritts bei LinkedIn stehen jedoch nicht die Gruppen, sondern der Newsfeed. Er ist das Erste, was nach dem Login auf LinkedIn erscheint. Um mit Neuigkeiten und Informationen im Newsfeed aufzutauchen, muss ein Unternehmen selbst aktiv werden. Das Teilen und Liken von Beiträgen der eigenen Kontakte ist ein guter Anfang – mit dem Unternehmensprofil jedoch nicht ohne Weiteres möglich. So gelingt es dennoch:

1. Hashtags – die einfache Variante
Eine einfache, aber unzureichende Lösung des Problems besteht darin, dem Unternehmensprofil Hashtags zuzuweisen. In den Einstellungen lassen sich bis zu drei Hashtags einfügen. Beiträge, die mit diesen gekennzeichnet sind, werden gesondert angezeigt und lassen sich vom Unternehmen ganz normal liken, kommentieren und teilen. Leider lässt sich das Problem damit nur für Beiträge mit den entsprechenden Hashtags umgehen. Für Posts ohne oder mit anderen Hashtags bleibt das Dilemma bestehen.

2. Mit dem LinkedIn-Unternehmensprofil liken und kommentieren
Um als Unternehmen allgemeine Beiträge anderer Nutzer kommentieren zu können, muss als Erstes die Company ID herausgefunden werden. Diese Nummer zur Unternehmensidentifikation befindet sich in der URL des Profils. Mithilfe der Zahlenkombination und eines zusätzlichen Befehls lässt sich die Kommentarblockade umgehen. An den Link des entsprechenden Beitrags wird also erst das Befehlskürzel „?actorCompanyId=“ und anschließend die Zahlenkombination der Company ID angehängt. Das sieht dann am Ende so aus: Link?actorCompanyId=Zahlenkombination
Nach diesem etwas komplizierten Prozedere erscheint das Unternehmenslogo neben der Kommentarfunktion und der Beitrag kann geliked und kommentiert werden.

3. Beträge mit dem LinkedIn-Unternehmensprofil teilen
Mit der eben geschilderten Methode lassen sich allerdings keine Beiträge teilen. Dafür ist es wiederum nötig, den Link des Beitrags aus einem persönlichen Profil heraus zu kopieren und ihn anschließend im Admin-Bereich des Unternehmensprofils wieder einzufügen.

Eigene Veröffentlichungen optimieren

Nur auf andere Beiträge zu reagieren, reicht für eine gute Unternehmenspräsentation jedoch nicht aus. Es gilt, eigene Inhalte im Newsfeed zu veröffentlichen. Verbreitet werden kann eigener Content in Form von Postings. Dabei sollte Wert auf die Qualität der Beiträge gelegt werden, denn sie repräsentieren das Unternehmen und seine Expertise. Ein Thema kann noch so spannend sein – wenn es von langweiligem Stil und Rechtschreibfehlern überschattet wird, werden sich viele Leser schnell anderen Beiträgen zuwenden. Passende Bilder und Videos wirken zudem visuell unterstützend und machen neugierig auf den Text. Wichtig für einen erfolgreichen Beitrag ist außerdem der Zeitpunkt, zu dem er gepostet wird. Am Morgen vor der Arbeit und am Abend sind die LinkedIn-Nutzer am aktivsten. Wird zu anderen Zeiten veröffentlicht, ist die Gefahr höher, dass der Post im Newsfeed immer weiter nach unten rutscht und womöglich von vielen Nutzern nicht gesehen wird. Natürlich gibt es hier je nach Zielgruppe auch viele Ausnahmen.

Eine weitere Möglichkeit, Inhalte zu verbreiten, bietet die LinkedIn-Publishing-Plattform. Auf dieser können größere Artikel veröffentlicht und einem noch breiteren Publikum präsentiert werden – ein wichtiger Schlüssel zu neuen Kontakten. Eigene Artikel bieten außerdem die Möglichkeit, das Unternehmen, seine Leistungen und sein spezielles Know-how hervorzuheben.

Events – der Link zur Realität

Ganz nach XING’schem Vorbild gibt es seit letztem Jahr auch bei LinkedIn eine Eventfunktion. Sie ist hilfreich, um auch auf LinkedIn über bevorstehende Veranstaltungen zu informieren. Für ein eingetragenes Event wird selbstständig eine neue Eventseite erstellt, auf der alle wichtigen Informationen zugänglich sind. Jedoch sind nicht automatisch alle Kontakte eingeladen. Das muss händisch durch Filtern der Kontaktliste nach den gewünschten Kriterien angegangen werden. Je nach Einrichtung der Seite kann das Event anschließend nur für eingeladene Kontakte oder für alle sichtbar sein. Es bietet sich an, das Event auch in einem Beitrag zu teilen, um die Follower explizit darüber zu informieren. Ein individueller Hashtag ist zudem nützlich, um veranstaltungsrelevante Posts miteinander zu verknüpfen. Praktischer Nebeneffekt: Durch die Eventfunktion können sich die Teilnehmer nach Zusage zur Veranstaltung bereits vor dem eigentlichen Event miteinander bekannt machen.

LinkedIn Ads – mehr Reichweite für LinkedIn-Unternehmensprofile

Gegen Entgelt bietet LinkedIn verschiedene Werbeformen an, damit Unternehmen noch mehr potenzielle Interessenten erreichen können. Im so genannten Kampagnenmanager lassen sich einzelne Strategien kombinieren und zielgruppengenau anpassen. Folgende Möglichkeiten bietet LinkedIn:

  • Text Ads
  • Message Ads
  • Sponsored Content

Text Ads ähneln herkömmlichen Werbeanzeigen im Internet, über die man durch Anklicken auf die entsprechende Landingpage gelangt. Mit Message Ads (früher Sponsored InMail) lassen sich Nachrichten gezielt an Personen schicken, die für das Unternehmen als Kunden oder Partner infrage kommen. Im Postfach der betreffenden Nutzer wird die Nachricht gesondert hervorgehoben und dadurch womöglich eher beachtet. Sponsored Content hingegen ermöglicht es beispielsweise, dass Beiträge eines Unternehmens auch im Newsfeed von Nutzern erscheinen, die keine Follower des Profils sind.

So geht es weiter: Teil III unserer Serie

Hier haben Sie Einiges zu den Möglichkeiten, Funktionen und Herausforderungen eines LinkedIn-Unternehmensprofils erfahren. Doch Sie fragen sich zu Recht: Und was ist mit Xing – was sind hier die Besonderheiten und speziellen Tools? Eine Antwort darauf liefert Teil III unserer Serie zu den beruflichen Netzwerken Xing und LinkedIn.

Optimieren Sie Ihren LinkedIn-Auftritt!

LinkedIn hält für Unternehmen allerlei Funktionen bereit, um sich zu positionieren und seine Reichweite zu erhöhen. Doch diese Features müssen angemessen und effektiv genutzt werden. Benötigen Sie Profi-Unterstützung bei Ihrem LinkedIn-Auftritt oder bei einer anderen Social-Media-Plattform? Kein Problem, kontaktieren sie einfach Ilka Stiegler: 0351 437 55 11 oder stiegler@abg-partner.de

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