Gendern und Employer Branding: Ein Zusammenhang?

Employer Branding

Das Employer Branding, zu Deutsch: „Arbeitgebermarke“, ist entscheidend für die Außen- und Innendarstellung eines Unternehmens. Es bestimmt darüber, wie BewerberInnen, Mitarbeitende sowie andere Stakeholder einen Arbeitgeber wahrnehmen. Eine viel diskutierte Stellschraube für diese Wahrnehmung ist das Gendern: Was steckt dahinter und wie lässt es sich geschickt in die Unternehmenskommunikation aufnehmen?

Nutzen Unternehmen das Gendern für ihr Employer Branding?

Aus einer letztjährigen Personalleiter-Befragung des ifo-Instituts in Kooperation mit Randstad geht hervor, dass aktuell etwa die Hälfte der Betriebe mit über 500 Mitarbeitenden in der externen und internen Kommunikation gendert. Bei mittelständischen Unternehmen setzen etwa 40 Prozent der Befragten
genderneutrale Sprache in der Außenkommunikation ein, intern sind es noch 28 Prozent. Die Zahlen zeigen es: Gendern nimmt für das Employer Branding im Berufskontext mittlerweile einen ernst zu nehmenden Stellenwert ein.

Auswirkungen auf das Employer Branding: Deswegen wird gegendert

Die Relevanz genderneutraler Sprache begründet sich in mehreren Faktoren. Der Hauptgrund: Gendern soll durch die gezielte Sichtbarmachung des weiblichen Geschlechts in der Sprache zu mehr Bewusstsein, Gerechtigkeit und Inklusion für Frauen führen. Insgesamt wird dadurch bei richtiger Anwendung
also das Miteinander gestärkt.  Denn: Sprache bildet nicht nur die Wirklichkeit ab, sie gestaltet ebenso die
Realität.

Verständlich, dass das Gendern somit auch im Employer Branding  eine wichtige Rolle spielt. Geschlechtsneutrale Sprache wird von vielen Arbeitnehmenden als Zeichen von zeitgemäßer und personalisierter Ansprache verstanden. Fehlt diese komplett, kann das als mangelnde Modernität oder gar
Toleranz ausgelegt werden. Mehr noch: Arbeitgeber haben sich an das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) zu halten, was beispielsweise auch eine inkludierende Sprache in
Stellenausschreibungen betrifft. Doch wie lässt sich eine genderneutrale Sprache in der Unternehmenskommunikation realisieren?

Gendern: Verschiedene Formen und Möglichkeiten

Auf welche Weise Unternehmen gendern möchten, können sie sich aussuchen, da es mehrere Möglichkeiten gibt. Es kann sich stringent für eine einzige Form entschieden werden, oder verschiedene Optionen werden kombiniert. Vorsicht: Um Texte nicht zu überladen, sollten die jeweiligen Formen dennoch immer wohldosiert und übersichtlich eingesetzt werden. Grundsätzlich sollten Begriffe gegendert werden, hinter denen zählbare, natürliche Personen stehen.

Es gibt unter anderem diese Möglichkeiten:

  • Paarform: „Lehrerinnen und Lehrer“, „Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer“; Anmerkung: Die Paarform kann in längeren Aufzählungen etwas ungelenk erscheinen.
  • Neutrale Formulierungen/Sammelbegriffe: „Belegschaft“, „Kundschaft“, „Team“, „Kollegium“ ·
  • Grafische Formen: das Binnen-I: „KollegInnen“; das Gendersternchen: „Kolleg*innen“; der Genderdoppelpunkt, „Kolleg:innen“
  • Bei Stellenausschreibungen hat sich das Gendern durch „(m/w/d)“ etabliert: „Redakteur (m/w/d)“.

Mehr Inklusion durch Sprache

Durch das Gendern lässt sich das Profil der eigenen Arbeitgebermarke schärfen. Zudem kann ohne großen Zeit- oder Kostenaufwand mehr Bewusstsein für alle Geschlechter geschaffen werden. Sie möchten gerne wissen, wie Sie eine genderneutrale Sprache in Ihre Unternehmenskommunikation einbinden können? Kontaktieren Sie gerne unsere Expertin für strategische Kommunikation Ilka
Stiegler per E-Mail an stiegler@abg-partner.de  oder telefonisch unter der Nummer +49
351 43755 11.

 

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